Vorherige Seite Nächste Seite

Testverfahren

Zum Einsatz kommen die vier Benchmarks des Indy 3D. Darüber hinaus testet das Labor mit dem Viewperf CDRS-03 und dem Timedemo 1 aus Quake II. Die letzten beiden Benchmarks gehen in die Gesamtwertung mit geringer Gewichtung ein. Viewperf entspricht nicht mehr den Anforderungen eines hochwertigen Testverfahren: Die Viewperf-Werte dienen vor allem als Vergleichsmöglichkeit mit Ergebnissen älterer Grafikboards. Das trifft auch für die Quake-Ergebnisse zu: Wer glaubt, daß beispielsweise das leistungsfähigste Highend-Board in diesem Test, die Wildcat von Intergraph, auch für typische OpenGL-Spiele wie Quake gut geeignet ist, muß sich eines besseren belehren lassen. Hier sind entsprechende Mainstream-Grafikkarten wesentlich leistungsfähiger. Umgekehrt gilt das gleiche: Mainstream-Boards zeigen zwar unter Quake exzellente Leistungen, sind aber im professionellen OpenGL-Einsatz den Profikarten unterlegen. Dies zeigen die Indy 3D-Ergebnisse des Permedia-2- und Riva-TNT-Grafikprozessors.

Indy 3D: MCAD 40 und MCAD 150

Die beiden CAD-Tests des Indy 3D simulieren das Rendern eines Vierzylinder-Motors mit mittlerer und hoher Komplexität. MCAD 40 verwendet 42 000 Polygone, MCAD 150 sogar 150 000 Polygone. Beide Tests durchlaufen 150 Frames, wobei die ersten 125 Frames ein reines Drahtgittermodell (mit Anti-Aliasing) des Motors ist. In den restlichen Frames wird das 3D-Modell mit Oberflächen (Smooth Shaded Mode) belegt. Eine direkte und eine Umgebungslichtquelle erhöht die Komplexität der Szene.

Indy 3D: Animation (Rocker)

Bei der Entwicklung von aufwendigen Videos- und 3D-Spielen spielt die Animation eine große Rolle. Das Modell dieses Tests ist eine menschliche Figur, das aus einem Netz von 22 000 einseitigen Polygonen besteht. Die Figur, die einem Rocker sehr ähnlich sieht, läuft während des Tests auf einer Straße entlang. Die verwendeten Texturen haben durchschnittlich eine Größe von 2,72 MByte. Der Grafikprozessor muß zusätzliche Aufgaben wie Nebeleffekte, Bilineares Filtering, Shading und zwei Lichtquellen bewältigen.

Indy 3D: Simulation (Segelboot)

Dieser Test beansprucht die CPU des Rechners wie den Grafikprozessor gleichermaßen. Das Modell berücksichtigt physikalische Gesetzmäßigkeiten wie Windkräfte und Wellenbewegungen, die zur Bewegung des Segelboots führen. Bevor das eigentliche Rendern eines Frames erfolgt, wandelt die Rechner-CPU die genannten Einflußgrößen in Bewegungsvektoren um. Das den Wellenbewegungen des Wassers zugrundeliegende Netz aus Dreiecken muß zwar von dem Grafikprozessor kontinuierlich neu berechnet werden, der Rechenaufwand dieses Vorgangs ist im Vergleich zu den anderen drei Indy-3D-Tests geringer. Statt dessen sind die Texturen mit 3,64 MByte größer als in anderen Tests. Als Filtermethode kommt das trilineare Verfahren zum Einsatz. Karten mit hohen Textur-Füllraten schneiden bei diesem Simulationstest besser ab.

Kommentare

1 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen
smarty1971

Kann man mit diesen Karten auch spielen?

1 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen

Anzeige