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Laborergebnisse: Die Tests im Detail

Nur mit modernen Benchmarks läßt sich das Leistungsspektrum heutiger OpenGL-Grafikkarten ermitteln.

Immer noch verwenden die meisten Anbieter von OpenGL-Grafikkarten oder –Workstation den veralteten Viewperf-Benchmark als alleinigen Leistungsindikator. Wie dieser Test zeigt, ist jedoch der veraltete Viewperf-Benchmark hierfür denkbar ungeeignet. Erst der neue Indy 3D umfaßt Leistungsmessungen aus allen OpenGL-Einsatzgebieten. Damit ist eine wesentlich fundiertere Aussage hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von OpenGL-Grafiklösungen möglich.

Leistungskriterien

Performance ist relativ, denn es kommt immer auf die Komplexität der 3D-Szene an. Konstrukteure oder Architekten, die technische Zeichnungen (relativ einfache Drahtgittermodelle) entwerfen, werden kaum Performance-Unterschiede zwischen den Karten feststellen. Anders sieht es hingegen aus, wenn Modelle nicht nur mit Texturen belegt werden (Rendering), sondern auch noch die Faktoren Animation und Simulation hinzukommen.

Die optimale Performance einer Grafikkarte ist klar definiert: Diese ist erreicht, wenn in einer bestimmten Anwendung die gerenderte Frame-Rate mit der Bildwiederholfrequenz übereinstimmt. Bei einer typischen Bildwiederholfrequenz von 85 Hz ist die optimale Framerate also 85 fps. Subjektiv reichen jedoch schon 25 Frames pro Sekunde aus, damit ein ruckelfreier Eindruck entsteht. Das menschliche Auge kann höhere Werte jedenfalls nicht mehr unterscheiden.

Viewperf

Der seit 1996 erhältliche Viewperf-Benchmark CDRS-03 besteht aus sieben Einzeltests, die aus einfachen Drahtgittermodellen bestehen. Der erste besitzt mit einem Anteil von 50 Prozent den höchsten Gewichtungsfaktor. Die günstigste Grafikkarte in diesem Test, die Fire GL 1 von Diamond Multimedia, erreicht hier schon einen Wert von 249 fps: Ein Indiz dafür, daß dieser Benchmark modernen Grafikkarten nicht mehr genügend abverlangt – das heißt die Grafikkarte ist einfach unterfordert. Die Viewperf-Resultate ermitteln allenfalls die Performance der Grafikkarten im Umgang mit sehr einfachen Drahtgittermodellen. Heutige Applikationen verwenden jedoch wesentlich komplexere Modelle, so daß aus diesem Grund die Viewperf-Ergebnisse kritisch betrachtet werden sollten.

Indy 3D

Der im Sommer 1998 von Sense 8 und Mitsubishi entwickelte Benchmark Indy 3D deckt durch seine vier Tests für CAD, Animation und Simulation alle wichtigen OpenGL-Anwendungsgebiete ab. Innerhalb dieser Kategorien werden typische Lasten moderner Applikationen wie Pro/Engineer oder Lightwave 3D simuliert. Dadurch eignet sich dieser Benchmark wesentlich besser zur Leistungsbeurteilung von professionellen OpenGL-Grafikkarten als Viewperf.

Kommentare

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smarty1971

Kann man mit diesen Karten auch spielen?

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