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32 Bit Farbtiefe auf der Grafikkarte

True-Color-Rendering

Fotorealistische Bildqualität setzt das 32-Bit-Rendering voraus. Doch nicht alle Grafikchips unterstützen dieses Feature.

Die ersten neuen Spiele verwenden weitaus komplexere Texturen. Ohne modernen Grafikchip kann man diese jedoch nicht in vollem Umfang nutzen. Die Voodoo-3-Chips sind in diesem Punkt besonders ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, da diese als letzte Vertreter der neuen Generation nur 16-Bit-Rendering (High Color) leisten.

Nicht allen Spielern fällt die bedeutend bessere Qualität auf. Die Grafikchips der letzten zwölf Monate erreichten bei weitem nicht akzeptable Frame-Raten im 32-Bit-Modus. Ein weiterer Punkt: Wegen der mageren Speicherausstattung zwischen 8 und 16 MByte ließen sich Spiele ohnehin nicht mit True Color bei einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten benutzen. Erst mit den 32-MByte-Karten ist dies möglich. Der ersten leistungsfähigen Chips für 32 Bit kommen von Nvidia (TNT2) und S3 (Savage 4 Pro).

Die Abstriche, die beim Voodoo 3 und anderen älteren 3D-Chips gemacht werden müssen, lassen sich leicht erklären. Der schlechtere Eindruck entsteht durch die geringe Anzahl der Schattierungsstufen und durch die Ungenauigkeiten beim Filtering.

Schattierung der High-Color-Texturen

Eine 16-Bit-Textur setzt sich aus einem Alpha-Kanal und jeweils fünf Bits für die Farben rot, grün und blau zusammen, auch 5-5-5-1-Textur genannt. Bei fünf Bit pro Grundfarbe stehen deshalb nur 32 Schattierungsstufen (25) zur Verfügung. True-Color-Texturen besitzen mindestens 8 Bits pro Farbe, was 256 Stufen entspricht. Beim Rendern sind dann die typischen Farbbänder (Stufenübergänge) nicht mehr zu erkennen.

Ungenauigkeiten des 16-Bit-Filtering

Das Filtern ist eine Technik, die angewendet wird, wenn die vorhandene Textur kleiner ist, als die Oberfläche, auf welche sie projiziert wird. Beim Skalieren auf die gewünschte Größe ist die Ungenauigkeit bei 16 Bit viel größer als bei 32 Bit. Dies führt an den Texturübergängen zu einer geringeren Detailtreue (Klötzcheneffekte). Ein weiterer Punkt bei allen Voodoo-Chips ist die begrenzte Größe der ladbaren Texturen. So beträgt diese beim Voodoo 3 nur 256 x 256. Der TNT2 wie der Savage 4 lädt bereits Texturen von 2056 x 2056. Schon deshalb braucht der Skalierungsfaktor nicht mehr so hoch wie beim Voodoo 3 sein – ein zusätzlicher Pluspunkt dieser Chips.

Trotz der aufgeführten Besonderheiten fällt beim Voodoo 3 und beim Power VR250 der 16-Bit-Effekt nicht so extrem auf. Intern rechnen die Chips nämlich mit einer höheren Genauigkeit. Per Dithering werden die intern genaueren Daten auf 16 Bit konvertiert und dann ausgegeben.

Testurteil
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Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-12-14T12:21:40+01:00
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Kommentare

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smarty1971

Langsam kriege ich auch meine Zweifel, ob 3dfx das noch auf die Reihe kriegt. Mit den Add-on-Karten warn die ja ganz gut. Aber echte Grakas hamse noch nicht geschafft.

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