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Geballte Ladung TFT

Viele LC-Displays haben keine eingeschränkten Blickwinkel mehr. Dank fallender Preise machen die 20 getesteten 15-Zöller den Röhrenmonitoren Konkurrenz.

Einleitung

In puncto Bildqualität brauchen sich die Flachbildschirme nicht mehr hinter herkömmlichen Röhrenmonitoren (CRTs) zu verstecken. Haushoch überlegen sind sie durch ihre Schärfe und den brillanten Farben. Schwachpunkte der Röhrenmonitore sind trotz der alten Technologie noch immer die Konvergenz (Schatten), die Kissenverzeichnung (krumme Linien) und die Linearität. Solche Probleme treten bei LC-Displays generell nicht auf. Bekannt ist der eingeschränkte Blickwinkel. Auf diesem Gebiet hat sich letzes Jahr viel verändert. Die meisten Hersteller setzen jetzt verbesserte Panels ein, deren Abstrahlcharakteristik fast mit Standardmonitoren gleichzusetzen ist.

Flachbildschirme benötigen bedeutend weniger Platz. Dies ist ein entscheidender Vorteil, denn im Büro wie zu Hause stehen somit mehr Arbeitsfläche zur Verfügung. Auch ästhetisch glänzen die Flachmänner. Der klassische Klotz auf dem Schreibtisch erweckt bei manchen ein gewisses Unbehagen.

Kostenvergleich

Entscheidend ist der Preis. Käufer müssen für einen TFT-Monitor tief in die Tasche greifen, die Preise liegen bei den meisten getesteten 15-Zöllern zwischen 2000 und 3000 Mark. Nur Eizo, Taxan und Elsa können die 3000-Mark-Grenze nicht unterbieten. Selbst wenn man die geringere Leistungsaufnahme betrachtet (circa ein Drittel), der Neukauf rechnet sich im Vergleich zu Röhrenmonitoren noch nicht. Einzige Ausnahme sind die Einrichtungskosten bei neuen Bürogebäuden. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USVs), Klimaanlagen und Schreibtische lassen sich allesamt kleiner dimensionieren – Posten, die eine Einsparung von bis zu 900 Mark pro Arbeitsplatz bringen. Kein Wunder also, daß die Hersteller ihre Umsätze überwiegend bei der Ausstattung von neuen Bürogebäuden machen. Trotz der hohen Preise sind die Flachbildschirme auf dem Vormarsch. Dieser Trend führt im ersten Halbjahr 1999 dazu, daß Panel knapp werden. Preissenkungen sind deshalb bis auf weiteres nicht zu erwarten, denn die neuen Produktionsanlagen in Fernost gehen erst nächstes Jahr in Betrieb.

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