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3Dfx zeigt OEM-Herstellern die kalte Schulter

Voodoo3-Karten von STB im freien Handel

Die Dämme sind gebrochen. Enttäuscht und teilweise sogar wütend haben die ehemaligen OEM-Kunden von 3Dfx zu Beginn des Jahres zur Kenntnis nehmen müssen, dass sie in der Zukunft keine 3Dfx-Karten mehr bauen dürfen.
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Nach der Übernahme von STB wollte 3dfx diesen Kuchen für sich alleine haben. Lediglich Chips vom Typ Voodoo3 2000 sollten noch an Hersteller von Mainboards vertrieben werden.

Da STB in Deutschland nicht vertreten war, hat dies bedeutet, daß zwei Distributoren ernannt wurden, um die Karten an den Handel weiterzureichen: more in Berlin und Macrotron aus München. Erste Auflösungserscheinungen dieser so fest zementierten Strategie zeigten sich bereits im Umfeld zur Computex Anfang Juni.

Jetzt tauchen die ersten Anbieter aus Asien auf, welche die Voodoo3-3000-Karten im freien Handel anbieten. Die Preise, die dabei als unverhandelte Angebote kursieren, dürften einen entsprechenden Preiskampf auslösen. Wenn bei der Voodoo3 die gleichen Margen gelten, wie in der Branche allgemein üblich, so dürften die namenlosen Karten erkennbar billiger angeboten werden als die Orginal-Versionen.

Übermäßig groß kann dabei auch der Unterschied in der Leistung nicht sein. Die Quellen in Asien verfügen kaum über eine eigene Entwicklung und werden demnach sowohl das Referenz-Layout als auch die Referenz-Treiber von 3Dfx verwenden. Nachträglich werden sich Unternehmen wie Creative und Diamond ob der Aufweichung der Strategie sicherlich noch ein weiteres Mal ärgern.

STB - Firmen-Info: STB
Von Peter Meier, aktualisiert am: 2010-02-05T18:56:24+01:00
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