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Silicon Graphics 1600SW (LVDS)

Spitzenreiter der getesteten Digitallösungen ist das 1600SW, das Silicon Graphics und Number Nine anbieten. Das 17,3-Zoll-Display besitzt eine typische Auflösung von 1600 x 1024 Pixeln, genug um zwei DIN-A4-Seiten nebeneinander darzustellen. Veränderungen an der Neigung und der Höhe des Panels sind per Hebel einfach vorzunehmen. Die Number-Nine-Grafikkarte besitzt eine sehr gute 3D-Performance im OpenGL-Bereich und eine akzeptable Spiele-Leistung.

Bei der digitalen Datenübertragung setzen die beiden Hersteller auf das LVDS-Protokoll (Low Voltage Differential Signaling), das im sogenannten OpenLDI-Standard festgelegt ist.

Im Test kommt der 1600SW auf eine Helligkeit von circa 185 cd/m2, der beste Wert aller digitalen TFTs. Hohe Auflösungen und exzellente Performance-Werte haben natürlich ihren Preis. Der 1600SW kostet mit der Revolution IV-FP von Number Nine insgesamt 5200 Mark. Die Garantiezeit beträgt 36 Monate.

DFP-Lösungen (Panellink)

Der Grafikkartenhersteller ATI hat mit der Gründung der Digital Flat Panel Group (DFP) Tatsachen geschaffen. Mittlerweile wird dieser Quasi-Standard selbst von der VESA geduldet. Die Vorteile liegen auf der Hand: DFP-Buchsen und Schnittstellen-ICs sind billig und bereits auf dem Markt erhältlich. Darüber hinaus wollen viele Grafikchip-Hersteller DFP-Lösungen anbieten. ATIs Rage-LT-Pro-Chip, der auf der Xpert LCD zu finden ist, unterstützt bereits diesen Standard. Einziges Manko sind die maximale Kabellänge von drei Metern und die Auflösung, deren Höchstgrenze bei 1280 x 1024 liegt. Displays ab 17 Zoll lassen sich somit nicht mehr optimal ansteuern.

Princetons DPP500  und MAGs LT 530 C sind die ersten DFP-Flachmänner, die das Testlabor erreichen. Princetons 14-Zöller liegt bei der maximalen Helligkeit (179 cd/m2) und beim Graustufen-Test (Gamma 3,38) vorne. MAG (15 Zoll) erreicht nur 156 cd/m2 und einen Gamma-Wert von 2,32. Die ATI-Grafikkarte bietet eine ausreichende 3D-Spieleperformance. Ein OpenGL-ICD ist nicht erhältlich.

Im Handel kostet der kleinere DPP500 von Princeton 2000 Mark. Für MAGs LT 530 C müssen 2500 Mark hingelegt werden.

Sanyo LMU-TF150D1 (LVDS)

Der LMU-TF150D1 hat das schlechteste Preis/Leistungsverhältnis. Für 2500 Mark bekommt man zwar einen guten 15-Zoll-Monitor, die Grafikkarte gehört aber eher der älteren Generation an. Schließlich wird der Cyber-9385-Chip von Trident schon seit 1996 angeboten. Direct-3D- und OpenGL-Anwendungen lassen sich damit nicht benutzen. Die japanische Grafikkarten-Firma I-O Data Device hat den alten Trident-Chip, der eher in Notebooks Anwendung findet, mit einem LVDS-Chip ausgestattet, damit eine digitale Datenübertragung überhaupt möglich ist.

Testurteil
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Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-12-09T17:10:30+01:00
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