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Phishing-Gefahr nimmt zu

Rasant erhöht sich die Anzahl an betrügerischen Webseiten. Monatlich nimmt deren Präsenz im Web um rund fünfzig Prozent zu.

Hervor geht dies aus einem Bericht des US-amerikanischen Sicherheitsunternehmens Websense Security Lab. Erst im Oktober lief eine solche Phishing-Attacke gegen Kunden des Kreditkarten- Unternehmens Visa sowie gegen eBay-Mitglieder. Im ersteren Fall nutzten die Betrüger die seriös klingende URL visa-secure.com, während die Betrüger bei eBay besonders dreist vorgingen: Sie verschickten Mails an eBay-Nutzer und gaben darin vor, dass deren Account gehackt worden sei. Um diesen wieder freizuschalten, sei eine Verifizierung per Kreditkarten- Informationen nötig. Zwei typische Beispiele dafür, dass Phisher immer weniger auf technische Tricks zur Datenbeschaffung setzen. Statt dessen handeln diese nach dem Motto "Frechheit siegt" und registrieren – wie im Fall von Visa – immer plausibler klingende Domainnamen.

Ferner wandelt sich das Bild der klassischen Betrugs-Website, die vorgaukelt, von einem Kreditinstitut zu stammen. Stattdessen sollen unschlagbar günstige Schnäppchenangebote in die Datenklau-Falle führen: Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hier zu Lande Anwender auf Webseiten gelockt werden, die mit unglaublich preiswerten Dienstleistungen und Produkten wie etwa Hypotheken oder Medikamenten werben. Geben Interessenten dort ihre persönlichen Daten ein, schnappt die Phishing-Falle zu und die Betrüger sind um einen wertvollen Datensatz reicher.

Nach dem Websense-Bericht gibt es in den USA bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehr solcher Betrugs- als klassische Online-Banking-Phishing- Seiten. Das liegt unter anderem daran, dass diese mit durchschnittlich 8,5 Tagen eine um gut zwei Tage längere Lebensdauer im Web haben als Phishing-Webseiten.

Quelle: Websense Security Lab
Von Peter Meier, aktualisiert am: 2010-02-26T14:15:36+01:00
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