Das Deutschland-Navi
Medion GoPal P4635
Die vielen Menüpunkte dieses Medion-Navigationsgerätes gefallen auf den ersten Blick. Auch das Display mit 4,3 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln ist auf dem Stand der Zeit. Gibt man eine Zieladresse ein, so hilft die künstliche Intelligenz beim Auffinden der Straßen und Orte. Will man aber weitere Menüpunkte anwählen, so entpuppt sich dieser mobile Begleiter nicht gerade als flinker Geselle.
Für die Montage im Auto kann man eine externe GPS-Antenne nutzen und so Empfindlichkeit beim Auffinden der Satelliten verbessern, um die Präzision der Standortberechnung zu erhöhen. Während der Fahrt sieht man ein zweigeteiltes Display, im ersten Drittel links werden Zusatzinformationen wie die Pfeilnavigation oder die interessanten Live-Dienste angezeigt. Dazu gehören beispielsweise das Wetter, Tankstellenpreise, Restaurants oder Parkhäuser. Kurz vor dem Abbiegen an großen Kreuzungen oder Autobahn-Anschlüssen meldet sich hier kurzzeitig der Fahrspurassistent, der unseres Erachtens zu klein geraten ist.
Dass Medion anscheinend bei der Prozessorwahl für den P4635 zu lax umgegangen ist, würde auch auch das Ruckeln der Karten während der Fahrt und die lange Routenberechnungszeit erklären. Hoffentlich hat das Nachfolgemodell mehr Power unter der Haube. Immerhin meldet sich die Ansage rechtzeitig vor dem Abbiegen, damit man nicht über das Ziel hinausschießt. Übersichtlich ist das Design der Karten geraten. Gut hörbar ist die sinnliche, weibliche Stimme. Ein Umschalten auf Männeransage ist bei diesem Gerät nicht möglich.
Das Kartenmaterial stammt übrigens von der Nokia-Tochter Navteq, das auf aktuellen Stand ist. Live-Dienste wie Radarfallen oder Flughafen-Infos sucht man auf dem Gerät vergebens. Positiv fällt auf, dass der Hersteller eine Datenbank mit Erfahrungsdaten über die Auslastung von Straßen mitliefert. Dadurch sind tageszeitabhängige Berechnungen möglich. Beim GoPal P4635 macht sich das jedoch nur durch korrigierte Ankunftszeiten bemerkbar. Umfahren will er staugeplagte Streckenabschnitte während der Rush-Hour nicht.
Bei unseren Routen-Stichproben zeigte dieses Medion-Navi nahezu alle Berechnungen richtig an. Die kostenlose Erstnutzung dauert 24 Monate, was deutlich über dem Schnitt der Konkurrenz ist. Danach verlangt Medion eine Jahresgebühr von 50 Euro (bzw. 5 Euro monatlich). Ein Kartenabo für 2 Jahre kostet 90 Euro. 30 Euro billiger ist das einmalige Kartenupdate. Wer das Gerät als Fußgänger nutzen will, kann die Routenberechnung entsprechend umschalten. Nach dem Abverkauf bei Aldi ist das P4635 im Medion Online-Shop erhältlich.
| Testurteil Medion GoPal P4635 | Note | ||
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| Vielfältige Einstellmöglichkeiten werden durch unterdimensionierten Prozessor ausgebremst. Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt es die Live-Dienste immerhin 24 Monate lang. Preisbereich: 340 - 350 € | Bewertung der Redaktion: 6 von 10 Punkten |
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| Was uns gefällt | Was uns nicht gefällt | ||
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Das P4635 ist für Sonntagsfahrer aus Deutschland gar nicht mal so schlecht. Ich fahre nach FR, CH, AT, IT, PL und Benelux. Dort sind die erhofften Zusatzleistungen "Live-Tralala" nicht verfügbar. Ist also für mich auch nicht besser als mein altes Navi. Wenn ich wieder innerhalb Deutschlands cruise, dann ist es mit dem Google-Zeugs echt nett.
Das P4635 kannste die in die Tonne treten. Es laggt total. Die Live-Dienste sind zwar nett, aber alles ist total lahm. Ahhh.
Ich habe noch nicht mit Updates herumexperimentiert, aber die Tankstelleninfos finde ich persönlich ganz nützlich. Als penibler Mensch stelle ich fest, dass nicht alle Tanken, die ich in meiner Umgebung kenne, vertreten sind, aber ein paar wichtige an den Ausfallstraßen sind schon dabei. Und da es sich um einzelne Cent-Beträge handelt, kann ich damit schon etwas anfangen.