Intel Atom-Prozessor der Z600-Serie geht an den Start

Bei der Miniaturisierung seiner Komponenten auf 45 Nanometer kommt Intel voran. Das ist wichtig, denn bei mobilen Geräten dreht sich viel um den Stromverbrauch. Andererseits muss sich der Hersteller immer noch von vielen Entwicklern anhören, der x86-Befehlssatz sei für die Programmierung im Mobilbereich viel zu aufgebläht. Zudem eignet sich diese Variante nicht mehr für Microsoft Windows-Betriebssysteme.
Beworben wird der neue Atom Z600 mit 50 Mal weniger Stromverbrauch im Vergleich zur Vorgängergeneration Menlow - aber leider nur im Leerlaufbetrieb. Für die Laufzeit ist jedoch der Stromverbrauch während des Betriebs entscheidend. Hier hat Intel zwar Verbesserungen aufzuweisen, doch das Nonplusultra ist diese Lösung nicht. Im Schlafzustand S0i3 soll der Z600 nur 0,1 mW aufnehmen, die gesamte Plattform immerhin 21 mW.
Multi-Tasking Funktionen, HD Video und Multipoint Videokonferenzen unterstützt die neue Plattform ebenso wie die Verarbeitung von Multimedia-Inhalten und Internet-Applikationen. Als Prozessortaktraten sind 1,5 GHz für Handhelds / Smartphones und 1,9 GHz für Tablet-PCs vorgesehen.
Die neue Plattform besteht aus drei Komponenten: Der
- Intel Atom Z6xx Prozessore (Codename „Lincroft“ System-on-a-Chip [SoC] mit Grafik- und Speichercontroller),
- dem Intel Platform Controller Hub MP20 (Codename „Langwell“) und
- dem dedizierten Mixed Signal IC (MSIC) Schaltkreis (Codename „Briertown“).
Der integrierte GMA 600 Grafikkern auf Power-VR-Basis darf mit maximal mit 400 MHz getaktet werden. Im Bereich der Videodekodierung bietet die Einheit Hardwarebeschleunigung für die Formate MPEG-4 Part 2, H.264, WMV & VC1. Als Displays werden Größen bis zu Auflösungen von 1366 x 768 LVDS oder 1024 x 600 MIPI unterstützt.
Der MP20 Platform Controller Hub zusammen mit dem Mixed Signal IC (MSIC) bietet eine eigene Funktionseinheit zur Energieverwaltung, die Stromzufuhr und Laden des Akkus steuert und eine Reihe an analogen und digitalen Komponenten miteinander verbindet. Alles was aus der PC- und Netbook-Welt kommt, wurde bei diesem Schmalspurchip zusammengestrichen: IDE, SATA, ein BIOS oder EFI bietet er nicht.
Die Intel Smart Sound Technology (Intel SST) basiert auf einem 24-Bit-Audio-DSP, der mit den Codecs MP3, AAC-LC, HE-AAC v1 & v2, WMA9, PCM zurechtkommt.
Die Chips unterstützen neben den Funkstandards Wi-Fi, 3G/HSPA und WiMAX eine Reihe an Betriebssystemen, darunter Android, Meego und Moblin.
Die Intel Atom Prozessor Z6xx Prozessorserie, der Intel Platform Controller Hub MP20 und der Mixed Signal IC sind ab sofort verfügbar. Seriengeräte mit dem Atom Z600 werden jedoch frühestens im Herbst erscheinen, wenn Intel die Smartphone-Hersteller überzeugen kann.
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