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IDE-Tuning

ATA-Festplatten schneller mit DMA

Nur wenige PC-Hersteller statten die Betriebssysteme Windows 95 oder NT 4.0 mit Busmaster-Treibern aus. Wir zeigen, wie man die maximale Performance aus dem E-IDE-Bus herausholt.

Mehr als 80 Prozent der PC-Systeme werden heutzutage mit E-IDE-Festplatten ausgeliefert. Obwohl SCSI technologisch gesehen E-IDE überlegen ist, hat E-IDE im Home- und Officebereich schon immer die Nase vorn. Die Gründe liegen auf der Hand: E-IDE-Festplatten benötigen keine kostspieligen Controller-Karten, da alle Mainboards mit einer Onboard-Schnittstelle ausgestattet sind. In den meisten PCs sind nur eine Festplatte und ein CD-ROM-Laufwerk eingebaut. Dafür reicht das einfache E-IDE-Übertragungsprotokoll in der Regel vollkommen aus. Der größte Nachteil von IDE ist, daß die mögliche Zahl an Peripheriegeräten auf maximal zwei pro Kanal begrenzt ist. Oft muß man auf SCSI umsteigen, wenn man seinen PC mit einem Scanner, Streamer oder Zip-Drive aufstocken will. Hier spielt auch die weitaus bessere Kompatibilität von SCSI eine Rolle.

Dennoch präsentiert sich E-IDE mittlerweile als eine modere Schnittstelle. Letzter Stand der Technik ist Ultra-ATA/33. Alle Festplatten-Hersteller sowie die Chipschmieden Intel, VIA, SiS und Promise bieten hierfür entsprechende Produkte an.

Was steht hinter PIO-Mode, ATA und DMA?

Standard Protokolle Max. Datentransferrate
Standard ATA (IDE) Single-Word-DMA 0 2,1 MByte/s
PIO-Mode 0 3,3 MByte/s
Multi-Word-DMA 0 4,2 MByte/s
Single-Word-DMA 1 4,2 MByte/s
PIO-Mode 1 5,2 MByte/s
PIO-Mode 2 8,3 MByte/s
Single-Word-DMA 2 8,3 MByte/s
Fast ATA (E-IDE) PIO-Mode 3 11,1 MByte/s
Multi-Word-DMA 1 13,3 MByte/s
Fast ATA-2 (E-IDE) PIO-Mode 4 16,6 MByte/s
Multi-Word-DMA 2 16,6 MByte/s
Ultra ATA/33 (E-IDE) Ultra-DMA 0 16,6 MByte/s
Ultra-DMA 1 25,0 MByte/s
Ultra ATA/33 (E-IDE) Ultra-DMA 2 33,3 MByte/s
Ultra ATA/66 (E-IDE) Ultra-DMA 2+ 66,6 MByte/s

+) mit reduzierten Setup- und Hold-Zeiten

Die Advanced Technology Attachments (ATA) sind amerikanische Industriestandards. Sie beschreiben das Signalverhalten und das Protokoll für das IDE-Bussystem.

Der Datentransfer zwischen Peripherie und Hauptspeicher kann entweder von der CPU oder mit dem sogenannten Bus Mastering ausgeführt werden. Bus Mastering ist das effektivere Verfahren, weil durch direkten Speicherzugriff (DMA = Direct Memory Access) die CPU entlastet wird. Für den Datentransfer gibt es zwei Protokolltypen, die auch in der Tabelle auf dieser Seite aufgeführt sind. Zum einen stehen die Programmed Input/Output-Modi (PIO Mode 0 bis 4) zur Verfügung. Im höchsten PIO Mode ist zwar eine maximale Datentransferrate von 16,6 MByte pro Sekunde möglich, jedoch ist dann die CPU-Belastung außerordentlich hoch. Wesentlich effektiver arbeiten die neun DMA-Modi. Der neueste Modus, Ultra-DMA 2, erlaubt eine Übertragungsrate bis zu 33 MByte pro Sekunde. Prinzipiell sind durch die Reduzierung der Setup- und Holdzeiten auch 66 MByte pro Sekunde möglich. Dafür ist jedoch ein 80-Pin-Connector nötig (doppelte Pin-Zahl wegen einzelner Masse-Adern). Der Stecker ist aber so ausgeführt, daß er in alte 40-Pin-Buchsen paßt.

Kommentare

2 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen
Wurzelsepp

Genau in diesem Safe-Mode kannst Du in den Systemeinstellungen den Treiber rauskicken. Danach gleich den Standardtreiber auswählen und den Rechner neu booten.

smarty1971

Und wie bekommt man diesen Treiber wieder runter. Nach der Deinstallation bootet mein Rechner nur noch im Safe-Mode.

2 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen

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