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Das Multiple-Display-Feature

dual display konfiguration zwei grafikkarten
Eine Kombination von unterschiedlichen Grafikkarten ist bei Windows 98 möglich. Für jeden Bildschirm läßt sich die Auflösung und Farbtiefe separat einstellen.

Eines der interessantesten Features von Windows 98 ist die Unterstützung von mehreren Monitoren. Bei der Installation müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Zum einen müssen beide Grafikchips Multiple-Display-kompatibel sein, anderseits müssen auch die mitgelieferten Treiber diese Funktion unterstützen. Eine Kombination von AGP- und PCI-Grafikkarten ist ebenso möglich. Nur ISA- oder VESA-Karten werden grundsätzlich nicht unterstützt.

Obwohl theoretisch bis zu neun Displays möglich sind, wird die Anzahl wohl kaum zwei Monitore überschreiten, da es sonst zu Resourcenkonflikten mit Interrupts und Speicherbereichen kommt. Bei zwei Monitoren wird der Anzeigebereich in einen linken und rechten aufgeteilt. Für jeden kann eine eigene Auflösung und Farbtiefe gewählt werden.

Interessant sind die Möglichkeiten, die dem Anwender mit diesem Feature offenstehen. So kann beispielsweise bei einer CAD-Anwendung das Eingabefenster auf einem Bildschirm dargestellt werden, das Resultat wird auf dem anderen ausgegeben.

Enttäuschend fiel jedoch auf, daß selbst moderne Chips wie der Riva 128, der Intel 740 und der Rendition V2x00 nicht Multiple-Display-kompatibel sind. Bei Matrox sieht es auch nicht gerade rosig aus: Mit den Millenium- und Mystique-Karten ist diese Funktion ebenso nicht möglich.

Generell funktionieren zwei gleiche Karten ohne Probleme. Bei der Kombination von Karten mit unterschiedlichen Chipsätzen gibt es im Praxistest einige Schwierigkeiten. Der Kreuztest zeigt, daß der Permedia 2, der Matrox G100 und der S3 765 die Nase vorn haben. Der 3D Rage Pro von ATI ist hingegen extrem bockig. Selbst das Zusammenschalten von zwei ATI-Karten (eine PCI, die andere AGP) führte zu keinem Erfolg. Die Revolution 3D von Number Nine läßt sich nur mit dem S3-Chip koppeln.

Add-On-Karten

Spielefreaks brauchen nichts zu befürchten. Die von uns getesteten Voodoo- und Voodoo-2-Karten laufen auf Anhieb. Für den alten Voodoo ist in Windows 98 bereits ein Treiber enthalten. Die Treiber von Creative Labs und Diamond Multimedia für die 3D Blaster Voodoo 2 beziehungsweise für die Monster 3D II lassen sich problemlos installieren. Auch die erweiterten Anzeigeneigenschaften gehen nicht verloren.

Die Add-On-Karten wurden auch hinsichtlich ihrer Performance untersucht. Eine Leistungssteigerung ist jedoch nicht festzustellen.

Erweiterte Anzeigeneigenschaften

Windows 98 hat die Fenster für die Anzeigeneigenschaften vollkommen umstrukturiert. Die zusätzlichen Registerkarten, die durch den Treiber installiert werden, erscheinen nun in einem separaten Fenster. Diese Integration schlägt bei den Treibern von Number Nine, ATI und Intel fehl. ATI und Number Nine hat bereits in der Installationsroutine seiner Standardtreiber eine Abfrage eingebaut, die die nahtlose Integration bislang verhindert. Problematisch ist auch die automatische Updatefunktion von Windows 98. Werden eigene Treiber gefunden, die meistens eine höhere Versionsnummer besitzen, versucht das Betriebssystem, den Herstellertreiber zu überschreiben, was zu einem Verlust der erweiterten Anzeigeneigenschaften führt. Wie bei ATI ist dieser Effekt bei Matrox zu beobachten. Wichtige zusätzliche Funktionen wie Optimierungen im Open-GL- oder DirectX-Bereich nicht mehr eingestellt werden. Bis zum Erscheinen von neuen Herstellertreibern sollte das automatische Update also nur mit Vorsicht in Anspruch genommen werden.

 

 

 

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