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Lab Notes: Taktvolles Gleichgewicht

So mancher Hersteller möchte sich durch eine höhere Taktfrequenz des Grafikchips von der Konkurrenz absetzen. Hercules und Asus haben sich bereits einen Namen gemacht, da ihre TNT2-Ultra-Boards zu den schnellsten gehören. Diese Ehre sei ihnen auch gegönnt, denn die aktive Kühlung und die schnellen Speichermodule erlauben Taktfrequenzen, die über den Empfehlungen von Nvidia liegen.

Seit ein paar Monaten benutze ich die neuen Benchmarks Crusher.dm2 und Expendable – in diesem Test auch das erste Mal veröffentlicht. Am Anfang war ich schon stutzig, als ich feststellen mußte, daß der CPU-Takt des Rechners mehr Einfluß hatte als die Taktfrequenz des Grafikchips. So ist der prozentuale Unterschied zwischen einem mit 175 MHz getakteten TNT2-Chip und seinem 125-MHz-Pendant 40 Prozent. Im Spiel Expendable führt dieser Unterschied zu gerade mal 20 Prozent Steigerung.

Lange brauchte ich nicht zu überlegen, denn die bessere Detailtreue der neuen Spiele ist zweifelsohne auf die höhere Anzahl von Dreiecken und Lichtquellen zurückzuführen. Doch hier liegt der Hund begraben: Die dafür notwendigen Mehrberechnungen muß immer noch die CPU des Rechners ausführen – ein Relikt aus der alten Architektur der 3D-Pipeline. Zwar haben technologische Verbesserungen wie SSE von Intel und 3D-Now von AMD zu einer Performance-Erhöhung geführt, der Flaschenhals wird damit jedoch nicht beseitigt. Microsoft stellt diesen Sommer die Version 7.0 von DirectX vor. Das neue Feature Transformation & Lighting (T&L) soll genau diesen Flaschenhals beseitigen, indem die API die Berechnung von T&L auf Grafikchips ermöglicht. T&L gibt es bei OpenGL zwar schon länger, Microsoft verkauft es dennoch als selbstentwickelte Innovation. Kein Grund zur Freude. Durch das Update verbessert sich nämlich nicht die Performance herkömmlicher Spiele oder bestehender 3D-Hardware. Erst neue Spiele und T&L-Hardware können davon profitieren. Immerhin, finde ich, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Empfehlungen der Redaktion

Asus AGP-V3800 Ultra Deluxe

Asus ist vom reinen Assemblierer zum anerkannten Grafikkartenhersteller avanciert. Das TNT2-Ultra-Board ist nicht nur Performance-Sieger, sondern glänzt auch durch ausgezeichnete Ausstattungsmerkmale wie Video-In, TV-Out und die mitgelieferten 3D-Brille.

Matrox Millennium G400 Max

Matrox hat den Weg zurück zu den Top-Performern geschafft. Der G400-Max-Chip ist mit 150 MHz getaktet und verfügt über einen 360-MHz-Ramdac. Mit diesen lassen sich über das Dual-Head-Feature gleich zwei Bildschirme mit ausreichenden Refreshraten ansteuern.

 

Von Michael Schmidtmann, aktualisiert am: 2009-12-19T11:03:07+01:00
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Kommentare

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smarty1971

Da bin ich mal gespannt, ob sich Nvidia nicht ins Fäustchen lacht. Die haben wenigstens technologisch etwas zu bieten. S3 / Diamond wirkt auf mich wie der Blinde mit dem Tauben.

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