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Neueinsteiger G400

Im Gegensatz zum Vorgängermodell G200 ist Matrox mit dem G400 eine wahre Meisterleistung gelungen. Zum einen glänzt der Chip mit einer Performance, die auf Voodoo3- und TNT2-Niveau liegt, zum anderen haben die Millennium-G400-Karten noch eine Reihe interessanter Features zu bieten. Die wichtigsten sind das Environmental Bump Mapping und der Dual-Head-Anschluß.

Mit dem Environmental Bump Mapping können sehr detailgetreue Oberflächenstrukturen erzeugt werden, beispielsweise realistisch wirkende Wellen auf Wasser. Voraussetzung ist, daß die Spielesoftware entsprechend programmiert ist. Dank eines Bugs des derzeitigen TNT2-Treibers wirkt die Matrox-Lösung optisch ansprechender als das Emboss-Bump-Mapping, das von Nvidia angeboten wird.

Das Dual-Head-Feature ist nichts anderes als ein zweiter Anschluß, der die Nutzung entweder für einen zweiten VGA-Monitor oder für ein Fernsehgerät zuläßt.

Entry-Level-Chips von Trident und Intel

Trident stellt zwei Karten mit den Billigchips Blade 3D (110 MHz Chiptakt) und Blade 3D Ultra (135 MHz Chiptakt) vor. In der Performance besitzen die Chips einen bedeutenden Abstand zu Savage 4, TNT2 und G400. Dennoch sollte man bedenken, daß man für weniger als 200 Mark ein Produkt erhält, dessen Leistungswerte vor 12 Monaten noch einen Platz auf dem Siegerpodest eingebracht hätte. Durch die Begrenzung auf 8 MByte sind 3D-Auflösungen nur bis 1024 x 768 Pixeln bei 16 Bit Farbtiefe möglich. Der Blade 3D ist also weniger für den Spielenthusiasten geeignet, dafür läßt er sich in einem Office-PC bedenkenlos einsetzen. Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Motion-Compensation zur Entlastung der CPU bei der Wiedergabe von MPEG-Videos.

Intel plant, selbst kein Retail-Produkt anzubieten, sondern läßt seinen neuen Entry-Level-Grafikchip i752 von anderen Herstellern verbauen. Das Labor erreicht ein Intel-Referenzboard. In der Performance zeigt die Karte Werte, die ungefähr denen des Blade 3D entsprechen. In der Gesamtwertung ist es jedoch nicht vertreten, da die vorliegende Karte noch nicht Final ist.

Me-Too-Produkte

Nachdem erst einmal die Grafikspezialisten Hercules, Creative Labs, Guillemot, Asus und Leadtek als erste mit Grafikchips versorgt wurden, schieben wie jedes Jahr auch kleinere Assemblierer ihre Produkte auf den Markt. »Me Too« heißt so viel wie: Hab ich auch. Besonders die Motherboard-Hersteller setzen auf diese Strategie. Zwei Exemplare dieser Kategorie möchten wir kurz vorstellen:

Die ATG-3970A von A-Trend basiert auf dem Savage 4 Pro von S3 (110 MHz Chiptakt) und kostet 189 Mark. Hervorzuheben ist der digitale Flachbildschirmanschluß (DFP) – ein Feature, daß man in dieser Preisklasse selten findet.

Gigabyte baut seit kurzem auch TNT2-Boards. Die GA-660 ist mit 32 MByte (7 ns) bestückt. Vorbildlich ist die Kühlung. Auf der Chipseite befindet sich ein Lüfter, auf der Rückseite der blauen Karte ist der TNT2-Chip passiv gekühlt.

Kommentare

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smarty1971

Da bin ich mal gespannt, ob sich Nvidia nicht ins Fäustchen lacht. Die haben wenigstens technologisch etwas zu bieten. S3 / Diamond wirkt auf mich wie der Blinde mit dem Tauben.

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