Vorherige Seite Nächste Seite

TNT2: Nvidia bietet explosiven Nachschub

Mit dem Riva TNT ist dem noch jungen Chipspezialisten Nvidia im Herbst 99 der Durchbruch gelungen. Der TNT war der erste ernst zunehmende Konkurrent zum Voodoo 2, denn neben seiner hervorragenden Direct-3D-Performance, konnte der Hersteller mit einer weiteren Trumpfkarte glänzen. Von Anfang an war ein OpenGL-ICD im Treiber integriert. Dieser ermöglichte unter Windows 98 volle Kompatibilität zu Spielen, die auf der Quake-Engine basieren. Gleichzeitig war unter Windows NT die Benutzung von OpenGL-Applikationen möglich.

Durch die Vorstellung des Riva TNT2 mit höherer Taktfrequenz und verbesserten 300-MHz-Ramdac steht Nvidia nun mit 3dfx Seite an Seite. Nüchtern betrachtet ändert sich an der Grafik-Engine jedoch nur wenig. Das beweist schon die Treiber-Kompatibilität. Die Standard-TNT-Treiber laufen auch mit dem TNT2 problemlos, obwohl den leicht optimierten TNT2-Treibern der Vorzug gegeben wird.

Elsa schickt mit der Erazor III als einziger Hersteller ein fertiges TNT2-Board in den Test. In puncto Taktfrequenz hält sich der Hersteller streng an die Vorgabe von Nvidia, der 125 MHz für den Standardchip spezifiziert. Dennoch halten sich nicht alle Hersteller an diese Vorgabe. So tendieren viele zu höheren Clockspeeds. Lediglich der TNT2 Ultra ist für Frequenzen von 150 bis 166 MHz ausgelegt. Der Yield (Ausbeute) für die Turbovariante ist aber noch zu gering, um hohe Stückzahlen zu produzieren. Ein weiteres Problem ist der teure Speicher. Bei einem Chiptakt von mehr als 150 MHz kommen nur Speicherbausteine in Frage, die für 183 MHz (entspricht 5-Nanosekunden) ausgelegt sind. Preisgünstige Boards sind dann kaum noch zu realisieren. Die ersten Testergebnisse, die bei diesen Preview-Versionen erzielt wurden, sind zweifelsohne beeindruckend. Leider nutzen diese Resultate keinem Endkunden, wenn solche Boards im Handel nicht erhältlich sind.

Im Labor gibt es in der Performance ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Voodoo 3. Abgerundet wird Nvidias Produktpalette durch den OEM-Chip Vanta, der auch die TNT2-Core und den 300-MHz-Ramdac besitzt. Die Taktfrequenz ist jedoch nur auf dem Niveau des »alten« TNT. Darüber hinaus sind nur 8 MByte Grafikspeicher möglich.

Kommentare

0 Meinungen im Forum Beitrag als erster kommentieren
0 Meinungen im Forum Beitrag als erster kommentieren

Anzeige