Mangelnde Bluetooth-Unterstützung
Hat man bereits eine Freisprecheinrichtung für den Telefonbetrieb im Einsatz, werden die Sprachansagen der Navigation leider noch nicht per Bluetooth über die Lautsprecher des Fahrzeugs ausgegeben. Hier muss man mit dem kleinen piepsigen Handy-Lautsprecher Vorlieb nehmen. Telefoniert man während der Navigationsansagen, hört man seinen Gesprächspartner komfortabel über die Pkw-Lautsprecher, die Dame vom Navi krächzend über die Mini-Lautsprecher des Handys.
Positiv werten wir, dass die Kartendaten für eine berechnete Route in das Handy vorgeladen werden. Das ist vorteilhaft, weil es wenig Speicherplatz unterhalb der Gigabyte-Schwelle benötigt und sogar bei Zielen im Ausland funktioniert. Aktiviert man im Menu jedoch die Satellitenansicht, sieht man während einer Fahrt, wie das Handy ständig Daten im großen Umfang nachlädt. Das wäre bei Streetview nicht anders sobald es in Deutschland von Google freigegeben würde. Verlässt man aber die Großstadt und fährt über die Dörfer, empfehlen wir dringend, die Satellitenansicht abzuschalten und wieder die Standard-Kartendarstellung zu nutzen, denn sonst ist das Handy nur mit dem ruckelnden Nachladen bei mangelnder Bandbreite mit sich selbst beschäftigt.
Die Sprachsynthese versucht, Wörter aus Buchstaben zu formen, nicht unbedingt nach allgemeinen deutschen Betonungsregeln. Hier sind die alteingesessenen Navi-Anbieter ein wenig weiter. Sie haben erkannt, dass eine reale Person die Wörter von wichtigen Straßen- und Ortsnamen vorsprechen sollte als es dem Computer zu überlassen. Bei einer Testfahrt durch eine Großstadt wurden bestimmte Straßennamen verständlich ausgesprochen während man andere akustisch nur schmunzelnd erraten konnte. Manchmal fühlte man sich an Eisverkäufer südlicher Urlaubsländer erinnert.
Kartendarstellung
Im Vergleich zu herkömmlichen Navis ist das Feature der Darstellung bei aktivierter Satellitenansicht imposant. Man fühlt sich, als würde man mit einem Hubschrauber über die Gegend fliegen. Hier können Navteq-Derivate nicht mithalten. Bei Streetview hätte man wie in den USA sogar die Bodenansicht vor sich. Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten ist dies in Deutschland noch nicht verfügbar.
Summa sumarrum bescheinigen wir Google eine überzeugende Darstellung im Bereich von Großstädten. Die Aktualität hinkt jedoch dem Navteq-Kartenmaterial deutlich hinterher. Neue Kreisverkehre oder Umgehungsstraßen werden bei den von Google genutzten Teleatlas-Karten deutlich später eingepflegt (teilweise mehr als 3 Jahre später) als bei den Nokia Ovi-Karten beziehungsweise den Navteq-Navigationsgeräte rund um Tom Tom und Garmin. Hätte dies Google im Griff, könnten Navteq-Anbieter nervös werden. So haben sie noch einen Vorsprung.
| Testurteil Google Maps Navigation | |||
|---|---|---|---|
| Was uns gefällt | Was uns nicht gefällt | ||
Alle Produktbilder
- Beispiel der Routenanzeige mit Staus und Tankstellen
- Ziele kann man aus seiner Kontaktdatenbank holen, aber auch durch Tippen oder Aufsprechen festlegen
- Festlegung des Ziels über das Mikrofon
- Der Automodus steht bei Smartphones ab der Version Android 2.1 zur Verfügung.
- Die Kartenansicht ist zwar Standard, aber man kann auch auf die Satellitenansicht umschalten -- was deutlich mehr Daten aus dem Netz saugt. Streetview ist prinzipiell möglich, aber in Deutschland noch nicht verfügbar.
- Beispiel für eine Routenberechnung
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Du musst im Android Market den Begriff "Sprachsuche" eingeben. Gleiches installierst Du auf Deinem Handy. Dann klappt auch die Spracheingabe.
Auf meinen HTC Magic geht die Spracheingabe auch nicht. Laut Google sollte sie aber ab Android-Version 1.6 funktionieren. Genau diese Version habe ich auf meinem Handy. Hat jemand einen Tipp, wie die App heißt, die ich eventuell nachinstallieren muss?
Alles sehr seltsam, wenn Google es schafft, ohne Zustimmung des Anwenders die Navigations App auf das Handy zu wuchten, warum muss man sich dann die Sprachsynthese manuell nachinstallieren? Das ist doch unlogisch!