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Google integriert Flash Player im Chrome-Browser

Bislang musste man den Flash Player selbst herunterladen und installieren. In einer künftigen Chrome-Version ist dieses Plugin bereits enthalten.
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Flash-Videos sind von Youtube und Co. bekannt. Um diese sehen zu können, benötigt man das Flash-Player-Plugin von Adobe, das sich in den Browser einklinkt. Vom Plugin gibt es verschiedene Versionen, je nach Browser und Betriebssystem. Google will demnächst seinen Chrome-Browser mit dem Flash Player bündeln. Vorab gibt es schon eine solche Chrome-Beta in Googles Developer Channel. In seinem Weblog gibt Google bekannt, dass die Finalversion die Auto-Update-Funktion neben dem Browser auch für das Plugin anwendet, sodass man bei beiden Versionen immer auf aktuellen Stand bleibt.

Ziel der Aktion sei es, das herkömmliche Browser-Plugin-Modell schneller und stabiler zu gestalten. Das gilt übrigens genauso für die HTML- und Javascript-Engine, damit letzendlich alle Komponenten untereinander besser zusammenwirken. Momentan leiden die Browser noch daran, dass die unterschiedlichen Plugin-Modelle von Internet Explorer, Mozilla Firefox, Chrome und weiteren nicht detalliert spezifiziert sind. Deshalb kommt es oft zu Sicherheitsproblemen, Inkompatibilitäten und Leistungseinbußen. Zusammen mit Mozilla und Adobe arbeitet Google daran, eine neue Plug-in-API zu entwickeln.

Google ist Mitglied im von Adobe gegründeten Open Screen Project. Adobe will damit die Flash-Plattform für unterschiedliche Software und Hardware etablieren. Besonders in der jüngeren Vergangenheit hat sich der Markt durch die Vielzahl der Smartphones, neue Hardware-Decoder-Chips und mobile Betriebssysteme verändert. Laut einem Weblog-Eintrag von Paul Betlem, Chef der Adobe-Entwicklungsabteilung, soll der Trend in Richtung einer API gehen, die browser- und betriebssystemübergreifend funktioniert. Im Chrome-Browser will man erstmalig demonstrieren, wie eine solche Implementierung aussehen könnte.

Dennoch fährt Google zweigleisig. Neben dem Flash-Plugin verfolgt der Internet-Riese die Weiterentwicklung von HTML5, mit dem ein Plugin zur Videowiedergabe künftig überflüssig wird. Apple beispielsweise setzt ausschließlich auf diesen Trend.

Chrome - Firmen-Info: Google
Von Thomas Posselt, aktualisiert am: 2010-04-01T09:06:24+02:00
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Kommentare

5 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen
Bettlejuice85

So schnell wird Adobe Flash nicht verschwinden, weil viele Programmierer darauf optimiert haben und den Code kennen. HTML5 und das dazugehörige Javascript ist deutlich umständlicher. Für letzteres müssen erst einmal ein paar Beispielbibliotheken und gegebenenfalls Frameworks entstehen.

Long Dong

Adobes Flash ist sicherlich eine wunderbare Sache, weil es hat Plattformen wie Youtube erst möglich gemacht. Dennoch frisst es zu viele Ressourcen. Optimale und ressourcensparende Decodierung von hochkomprimierten Videos geht nur mit direktem Zugriff auf die Hardware ohne die Zwischenschicht Flash. Mit HTML5 letzteres möglich.

Oburi

HTML5 ist nicht aufzuhalten. Diese Geschichte wird nur eine Übergangslösung für die nächsten 1 - 2 Jahre

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