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Ubuntu Grub mit Dual-Boot: Windows-Eintrag verschiebt sich nach Linux-Update

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  • [Problem] Ubuntu Grub mit Dual-Boot: Windows-Eintrag verschiebt sich nach Linux-Update

    Hallo Leute,

    ich betreibe auf meinem PC Linux und Windows 7 gleichzeitig. Als Linux-OS kommt Ubuntu 9.10 Karmic Koala zum Einsatz. Da meine Freundin nur mit Windows zurechtkommt, habe ich den Grub Bootmanager so eingestellt, dass er nach 10 Sekunden Windows 7 automatisch bootet, wenn keine Auswahl über die Tastatur vorgenommen wird.

    Windows steht in den Einträgen immer ganz unten, im Normalzustand ist es der fünfte Eintrag. Wenn aber über die automatische Ubuntu-Aktualisierung ein neuer Linux-Kernel eingespielt wird, wachsen die Anzahl der Einträge um zwei neue. Ich könnte dann zwischen dem neuesten und vorangegangenen Version wählen, was ich aber nicht will.

    Leider stimmt die Nummer des Eintrages für Windows dann nicht mehr. Ohne Zutun rutscht der Bootmanager in den Memtest. Für meine Freundin ist das sehr ärgerlich, weil sie keinen Bock hat, während der Boot-Phase im richtigen Moment Windows 7 als Betriebssystem auszuwählen. Sie nervt mich deswegen schon.

    Gibt es eine Möglichkeit, dass Windows immer automatisch gebootet wird, unabhängig davon wie viele Linux-Kernels als Einträge gerade darüber stehen? Oder ist es möglich, Windows 7 immer an erster Stelle stehen zu haben? Im letzteren Fall, würden die vielen Linux-Kernel-Einträge in Grub einfach darunter stehen. Dann wäre es auch egal, weil Windows 7 immer booten würde.

    Ich habe ehrlich gesagt keine Lust, immer manuell irgendwelche Änderungen vornehmen zu müssen - also entweder in der Synaptics-Paketverwaltung den alten Kernel rauslöschen oder in der Grub Config-Datei die Eintragsnummer ständig zu ändern.

    Danke im Voraus an die, die mir einen Tipp geben können.

  • #2
    Das ist zugegebenermaßen eine ziemlich eklige Angelegenheit. Statt der klassischen Methode, in der Datei /etc/default/grub die Variable GRUB_DEFAULT mit einer Zahl zu belegen, kann man alternativ auch den Text des Bootmenü-Eintrags hineinschreiben. Dabei ist ganz wichtig, dass man keinen Schreibfehler macht. Deshalb holen wir uns zuerst den korrekten String aus einer anderen Datei.

    Terminal öffnen, danach eingeben:

    Code:
    sudo gedit /boot/grub/grub.cfg
    Nach Bestätigung mit dem Passwort geht der Editor auf. Weiter unten findest Du den Eintrag

    Code:
    ...
    ### BEGIN /etc/grub.d/30_os-prober ###
    menuentry "Windows 7 (loader) on /dev/sda1"
    ...
    Je nach Betriebssystem und Festplattenpartition kann diese Zeile natürlich individuell variieren.

    Du kopierst Dir nun den Eintrag mit den Anführungszeichen heraus, also in meinem Beispiel "Windows 7 (loader) on /dev/sda1" aber ohne dem Wort menuentry.

    Als nächstes öffnest Du mit dem Terminal die GRUB2 Config-Datei im Administratormodus

    Code:
    sudo gedit /etc/default/grub
    und suchst Dir nun die Zeile mit der Variable GRUB_DEFAULT=.

    Statt der Zahl kopiert Du nun den eingangs erwähnten String samt Anführungszeichen hinein. In meinem Beispiel würde das so aussehen:

    Code:
    GRUB_DEFAULT="Windows 7 (loader) on /dev/sda1"
    Die Datei abspeichern und am Schluss noch schnell im Terminalfenster durchkompilieren lassen.

    Code:
    sudo update-grub
    Fertig!
    Zuletzt geändert von gerrit13; 15.01.2010, 17:21.
    Mein Profil: http://www.sysprofile.de/id124856

    Kommentar


    • #3
      Mal abgesehen davon, dass einige Netbooks mit Ubuntu ausgeliefert werden, ist dieses Betriebssystem noch kein Massenthema.

      Ich kenne keinen Anwender, der sich von Windows momentan trennen will. Der Parallelbetrieb von Windows und Ubuntu ist sicherlich interessant, aber nun ist Ubuntu am Zug, den Bootmanager Grub2 in vernünftige Bahnen zu leiten. Diese Methode funktioniert zwar, doch ist dies ein typischer Fall für ein kleines Tool oder gleich ganz für die grafische Vollintegration in die Ubuntu-Distribution.

      Sowas ist nichts Befehlszeilen-Freaks sondern etwas zum grafischen Anklicken, sonst wird das nichts.
      Von den Amis lernen, heißt verlieren lernen.

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