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Transformation und Lighting (T&L) kommt

DirectX 7

Die Version 7 von DirectX bringt nicht radikale Änderungen, dafür aber eine Menge wichtiger Erweiterungen. Wichtigster Punkt: Transformation und Lighting (T&L).

Für 3D-Spiele existieren zwei wichtige Schnittstellen, Direct 3D aus Microsofts DirectX-Paket und Glide von 3dfx. Diese standardisieren den Informationsfluß zwischen der Hardware und der 3D-Software.

Als 3dfx vor einem Jahr mit seinen Voodoo-Karten den 3D-Markt beherrschte, war die Eigenentwicklung Glide das modernste, was der Markt zu bieten hatte. Viele Spieletitel benutzten diese API. Microsofts Direct 3D dümpelte vor sich hin, da die unterstützten Features sich mit Glide nicht messen konnten. Auch an leistungsfähigen Konkurrenzchips fehlte es Anfang 1998 noch.

Die Zeiten ändern sich

Im zweiten Halbjahr 1998 kam der große Durchbruch. Nvidia stellte den TNT-Chip vor, S3 den Savage 3D, Matrox den G200 und ATI den Rage 128. Endlich waren 3D-Chips auf dem Markt, die es mit dem bisherigen Nonplusultra Voodoo 2 aufnehmen konnten. Gleichzeitig brachte Microsoft DirectX 6 heraus, dessen Direct-3D-API es mit Glide aufnehmen konnte. Bald stand die Software-Industrie vor einem Dilemma. Der Marktanteil von 3dfx schrumpfte zugunsten der neuen Konkurrenz-Chips, die allesamt die Microsoft-Schnittstelle unterstützten.

Auf der letzten Game Delevoper Conference (GDC) gab es einen allgemeinen Konsens unter den Programmieren. DirectX 6 ist leistungsfähig genug, um auf die vielen Patches für Grafikchips oder auf chip-optimierte Game-Engines verzichten zu können. Gleichzeitig vertrat man die Auffassung, daß sich die gleichzeitige Entwicklung eines Spiels für Glide und Direct 3D wirtschaftlich nicht lohnt. Direct 3D ist eindeutig die bessere API, da es nicht wie bei Glide auf einen Hersteller beschränkt ist. 3dfx wird mit dieser Trendentwicklung leben können, denn Voodoo-Chips laufen auch mit Direct 3D problemlos.

Neuheiten bei DirectX 7

Im Sommer diesen Jahres kommt die neueste Version DirectX 7 auf den Markt. Basierend auf der 6er Version will Microsoft eine Reihe von neuen Funktionen integrieren. Die wichtigste Änderung ist der Support für Transformation und Lichteffekte (T&L). Diese äußerst komplexen Berechnungen muß heute noch der Prozessor des Rechners ausführen, bevor das eigentliche Rendern auf der Grafikkarte stattfindet. Bei aktuellen Spielen führen diese Operation zu einer erheblichen Belastung der CPU. Da Grafikchips diese Aufgaben prinzipiell auch bewältigen können, OpenGL-Karten beweisen das, kann somit eine Performance-Steigerung aus den Spielen herausgeholt werden. Zur Erhöhung der Detailtreue von Spielen will Microsoft das Texturenmanagement mit Predictive Texture Loads und einem Sub-Texture Level- Cache-Manager verbessern. Darüber hinaus kommen noch die Cubic Maps dazu. Diese ermöglichen sehr realisitische Reflexions- und Lichteffekte.

Testurteil
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Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-12-14T12:21:54+01:00
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Kommentare

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smarty1971

Ich habe erhebliche Zweifel, ob sich diese T&L durchsetzen wird. Ich bin für offene Standards und nicht für Einzelaktionen von irgendwelchen Firmen.

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