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Der Erfolg von Voodoo

3Dfx hat mit den Voodoo-Chips bewiesen, daß auch ohne den theoretisch hohen Bandbreiten von AGP eine erstklassige Performance aus dem PCI-Bus herauszuholen ist. Der völlige Verzicht auf 2D-Funktionalität ist nicht unbedingt ein Nachteil. 3Dfx konnte seine gesamte Entwicklungsarbeit auf den 3D-Bereich und PCI konzentrieren. Und das Resultat kann sich sehen lassen, obwohl solche Add-On-Karten nur in Zusammenhang mit einer normalen Grafikkarte betrieben werden können.

Besonders die selbstentwickelte Glide-API für 3D und das breite Spektrum an erfolgreichen Glide-Spielen ließen Add-On-Karten mit Voodoo oder dessen Nachfolger Voodoo 2 zur ultimativen Spieleplattform avancieren. Selbst DirectX-Spiele laufen auf Voodoo-Chips mit ausgezeichneter Detailgenauigkeit und hohen Frame-Raten. Grafikboards wie die Monster 3D von Diamond Multimedia oder die 3D Blaster Voodoo 2 von Creative Labs bieten sogar eine Glide-Unterstützung für Windows NT.

Heutzutage gibt es immer noch eine breite Basis an PC-Systemen, die nur 2D-Grafikkarten enthalten. Gerade für solche Systeme sind Voodoo-Karten die ideale Ergänzung. Die 8-MByte-Variante der 3D Blaster Voodoo 2 von Creative Labs kostet knapp 450 Mark. Aufgepaßt beim Auslaufmodell Diamond Monster 3D mit dem Voodoo-Chip der ersten Generation: Zu Redaktionsschluß kostete eine solche Karte (4 MByte) noch 200 Mark. Weitere rapide Preisnachlässe sind aber bereits angekündigt. Die letzten Modelle werden sicherlich für 120 Mark über den Ladentisch gehen. Zuschlagen lohnt sich!

2D/3D-Kombichips

Nvidias Riva 128 machte im Spätherbst 1997 Furore. Der erste 2D/3D-Chip mit vielen relevanten 3D-Funktionen findet sich auf der Elsa Victory Erazor, der Diamond Viper V330 und der STB Velocity wieder. Preislich liegen diese Karten zwischen 200 und 280 Mark. Die Detailtreue der 3D-Grafikdarstellung ist nicht gerade die beste. Jedoch meistert der Chip viele Spiele mit anständigen Frame-Rates. Aus technischen Gründen kann nicht mehr als 4 MByte Speicher adressiert werden. Für preisbewußte Windows 9x-Nutzer stellt der Riva 128 aber eine interessante Alternative dar.

Wer mehr Detailtreue bei Spielen verlangt und im 2D-Bereich höhere Auflösungen als 1024 x 768 Bildpunkte benötigt, kann für 333 Mark die Thriller 3D von Hercules erstehen. Für den darauf befindlichen Rendition Verité 2200 gibt es bereits einen Installable Client Driver (ICD) für Glide-Spiele wie Quake 2. Die Thriller 3D ist auch als Version mit einer Video In/Out-Schnittstelle erhältlich. Spiele können somit auf einem normalen Fersehgerät dargestellt werden. Ebenso läßt sich eine Kamera für Video-Conferencing anschließen. In der AGP-Version unterstützt der V2200 AGP 1x (DMA-Mode).

Kommentare

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smarty1971

Ich verstehe nicht ganz, dass 2D heute noch ein Problem sein soll

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