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Laborergebnisse

Die Tests im Detail

Intel rühmt sich mit der Halbierung der Leistungsaufnahme des Deschutes. In einem Komplettsystem spielt diese jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Die Reduzierung des Aufwandes für die Kühlung wird jedoch viele PC-Hersteller aufatmen lassen.

Unterm Strich erweist sich die verringerte Verlustleistung als das Beste an Intels neuer CPU. Leistungsmäßig sind kaum Vorteile zu verzeichnen.

Energiesparer

Die Tester untersuchen die Leistungsaufnahme eines PC-Systems mit einem herkömmlichen Pentium-II-Prozessor und dem neuen Deschutes. Die Taktfrequenz wird für beide Prozessoren auf 300 MHz festgelegt. Gemessen wird die Leistungsaufnahme des Komplettsystems (ohne Monitor). Zur Anwendung kommt auch der CPU Mark 32. Damit wird sichergestellt, daß CD-ROM-Laufwerk und Festplatte inaktiv bleiben. Die Konfiguration mit einem herkömmlichen Pentium-II verbraucht auf einem Asus P2L97-Board insgesamt 74,0 Watt. Der Deschutes kommt mit rund 20 Watt weniger aus. Insgesamt beträgt die Leistungsaufnahme nur noch 53,9 Watt. Diese Einsparung macht sich besonders bei der Wärmeentwicklung bemerkbar. Auf eine aktive Kühlung kann jetzt verzichtet werden. Die neue CPU bestand einen vierstündigen Dauertest ohne jegliche Kühlung. Eine passive Kühlung ist bislang nur bei den Herstellern Compaq, Dell und Hewlett-Packard zu finden. Mit der Reduzierung der Siliziumfläche stehen Intel neue Möglichkeiten für höhere Taktfrequenzen offen. Ob sich dann die geringe Verlustleistung halten läßt bleibt dahingestellt.

Problematik AGP-Slot

Aufgefallen ist schon beim letzten AGP-Vergleichstest, daß die Grafikkarten leicht durch die höhere Hebelwirkung und den kleineren Slot herausrutschen. Diese Eigenschaft macht sich hin und wieder nach einem Transport bemerkbar. Einziges Opfer ist diesmal der Vobis HS XD Professional 333V, der durch die hohe Kantenlänge des Sky-Tower-Gehäuses ein wenig für so etwas prädestiniert ist. Vorbildlich im Vergleich zu anderen Herstellern ist, daß die Grafikkarte zusätzlich durch einen speziellen Clip und einem Kabelbinder gesichert wird. Geholfen hat dies jedoch nicht. Die Ursache ist hier eher im mangelhaft ausgeführten Gehäuse zu suchen Karteneinschübe und Abstandshalter des Mainboards weisen viel zu hohe Toleranzen auf.

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