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Pentium-II-Rechner im Vergleich

Deschuting Stars?

Die zweite Generation des Pentium II wartet mit 0,25µ-Technologie und 333 MHz auf. Daraus resultiert eine verringerte Verlustleistung. Ob im Gegenzug die Performance gestiegen ist, mußten neun brandneue PCs beweisen.

Seit 26. Januar ist der Intel Deschutes Prozessor mit 333 MHz (Pentium II in 0,25µ-Technologie) erhältlich. Mit der Umstellung der Fertigungstechnologie von 0,35µ auf 0,25µ-Strukturen hat Intel die Siliziumfläche auf dem Chip halbiert. Damit sinkt die Verlustleistung der CPU bei gleicher Taktfrequenz um gut die Hälfte. Neben einer höheren Ausbeute beim Fertigungsprozeß macht dies auch den Weg für höhere Taktfrequenzen frei.

Pünktlich zum Ankündigungstermin von Intel stehen bereits auch die ersten Rechner mit dieser CPU in den Regalen der Systemhäuser.Minimalanforderungen

Auf Grund des hohen Preises von gut 1500 Mark für den Prozessor, sind PCs mit dieser CPU eindeutig im Profi-Markt positioniert. Als Preis für ein PC-System ohne Monitor legt die Redaktion eine Grenze von 6000 Mark fest. Mit dem Restbudget von 4500 Mark sind daher hervorragend ausgestattete Systeme zu erwarten. Entsprechend der Positionierung soll auf den Rechnern Windows NT 4.0 als Betriebssystem dienen.

Gemäß diesen Anforderungen erreichten neun Systeme das Labor. Mit von der Partie sind Compaq, Dell, FSE, Gateway, Hewlett-Packard, Maxdata, Pyramid, Vobis und Waibel. Der Deskpro 6000DT von Compaq liegt mit 6700 Mark über der festgelegten Preisgrenze und wird deshalb außer Konkurrenz vorgestellt.

Rund um den Prozessor

Alle PCs sind mit zum Teil sehr hochwertigen Komponenten für den Tatendrang des schnellen Prozessors gerüstet. So sind 64 MByte Arbeitsspeicher in dieser Preisklasse Standard. Der Waibel IC-WSA und der FSE TSAT-P33 warten sogar mit 128 MByte auf. Hinsichtlich der Hauptplatine setzen nur drei Hersteller auf Intels Atlanta-Board. Waibel verbaut eine Chaintech-Hauptplatine, im Maxdata-PC befindet sich ein Asus P2L97-Board und im Pyramid-Rechner findet man sogar das Dual-Processorfähige Thunder 2 von Tyan. Im Compaq und HP kommen Eigenentwicklungen zum tragen.

Hinsichtlich des Festplatteninterfaces verfügt bis auf die Rechner von Dell, FSE, Gateway und HP der Rest des Testfeldes über die leistungsfähige SCSI-Schnittstelle. Schade nur, daß trotz SCSI-Hostadapter in den Systemen von Maxdata und Compaq das CD-ROM-Drive nur als E-IDE-Version ausgeführt ist. Mit einer Besonderheit wartet die Valuestation VST Dual 333/ von Pyramid auf. Der SCSI-Controller-Chip AIC-7895 von Adaptec kann zwei UW-SCSI-Kanäle bedienen.

Speicherkapazität en masse bieten die eingebauten E-IDE-Festplatten. Dell und Gateway 2000 setzen auf die schnelle, 8,4 GByte fassenden IBM Deskstar 8. Mit etwas weniger, aber einer dennoch reichlich bemessenen Kapazität wartet die 6,4 GByte fassende Quantum Fireball SE im FSE TSAT-P33 und im HP Vectra VL auf.

Bei den SCSI-Drives finden sich im Compaq-, Maxdata- und im Vobis-Rechner eine Quantum Viking 4.5WSE. Mit einer Kapazität von 4,5 GByte und UW-Schnittstelle bietet dieses mit 7200 U/min drehende Drive durchweg gute Leistungen. Festplatten-Poweruser kommen mit den Systemen von Pyramid und Waibel auf ihre Kosten. In diesen PCs verrichtet die schnelle, mit 10 000 Touren drehende Seagate Cheetah (ST 34501W) ihren Dienst. Bei den Benchmarkergebnissen sind dies Systeme entsprechend ganz vorne zu finden. Trotz dem, daß die Cheetah zu den lautesten Vertretern ihrer Klasse gehört, ist sie im Waibel-PC kaum zu hören. Das Gehäuse ist mit Korkmatten ausgekleidet. Eine einfache aber höchst effektive Maßnahme zur Geräuschdämmung.

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