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Nach Lycos der nächste

AOL schließt seine Pforten in Deutschland

Nachdem sich vor einem reichlichen Jahr Lycos aus dem deutschen Markt verabschiedet hat, vollführt AOL gleiches. Alle deutschen Büros werden geschlossen, vielen Kunden gingen schon vorher zu Google und Yahoo.
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Die Scheidung von Time Warner im Dezember fordert nun ihren ersten Tribut. Der Internet Service Provider mit eigenem Webportal zieht sich vom europäischen Festland fast vollständig zurück. In Deutschland werden alle vier Büros in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München geschlossen. Damit verlieren 140 Mitarbeiter ihren Job. Der Betriebsrat wurde bereits über die Umstrukturierungsmaßnahmen informiert. Nicht bekannt sind derzeit die Kündigungsfristen und Übergangszeiten für die Mitarbeiter.

Das AOL-Webportal wird es künftig nur noch in einer "Light-Version" geben. Für die Kunden sollen alle AOL Email-Adressen erhalten bleiben. Ebenso will das Unternehmen die Applikationen AOL Instant Messenger und den Medienplayer Winamp weiterhin anbieten.

AOL hatte sich im November bereit erklärt die 200 Millionen Dollar Umstrukturierungskosten selbst zu schultern. Neben den Entlassungen von 500 Mitarbeitern in den USA werden demnächst die Filialen in Spanien und Schweden geschlossen. Derzeit erhärten sich Gerüchte, dass AOL nur seinen englischsprachigen Dienst in Großbritannien weiterführen will und sich vom europäischen Festland gänzlich zurückziehe. Dies wollte aber aber ein Sprecher nicht bestätigen. Dies sei "nur ein Szenario von vielen".

Von der Schließung sollen die Vermarktungsgesellschaften von AOL vorerst nicht betroffen sein.

AOL - Firmen-Info: AOL
Von Peter Meier, aktualisiert am: 2010-01-11T20:23:56+01:00
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Kommentare

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Uncle_Fry

Ojoijoi, heißes Eisen. An deren Stelle würde ich mich schnell nach Alternativen umschauen, sonst kriegen die vielleicht kein Geld mehr.

steinie12

Netzwelt, Engadget und Computerbase lese ich hin und wieder. Wäre schlecht, wenn die unter die Räder kämen.

steinie12

Echt? Hoffentlich passiert denen nichts...

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