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Wandert ICQ nach Russland?

AOL wird noch dünner. Nach der Loslösung vom Mutterkonzern Time Warner, will der einstige Mediengigant seinen Instant-Messenger-Dienst ICQ verkaufen.
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1998 hatte sich AOL die israelische Softwarefirma Mirabilis und deren Chat-Software ICQ einverleibt. Zwölf Jahre später soll ICQ einen neuen Eigentümer bekommen. AOL folgt damit dem Trend, den Ebay mit Skype vorgegeben hat. Auch dort wurde der Instant Messenger wieder abgestoßen.

Wie die russische Wirtschaftszeitung Vedomosti heute berichtet, verlange AOL für ICQ rund 300 Millionen Dollar (222,8 Millionen Euro). Zu den Bietern gehört demnach der Konzern Profmedia des russischen Oligarchen Wladimir Potanin sowie die von Juri Milner, Grigori Finger und Alischer Usmanow kontrollierte Firma Digital Sky Technologies (DST). Das Interesse war bereits im Dezember 2009 bekannt geworden und gehört offensichtlich zur strategischen Ausrichtung. So ist DST auch am Social-Networking-Dienst Facebook beteiligt.

In Russland hat ICQ traditionell einen großen Kundenstamm. Von den 42 Millionen Nutzern weltweit kommen 18,5 Millionen aus Russland. Ob die Russen den Zuschlag bekommen, ist noch nicht ganz sicher. Auch die Chinesen buhlen um das Geschäft. So mischt das chinesische Messaging-Netzwerk Tencent mit.

Vedomosti will in Erfahrung gebracht haben, dass Profmedia 120 Millionen US-Dollar, Mitbewerber DST bis zu 250 Millionen Dollar bietet. Stellungnahmen bezüglich der Kaufsumme liegen jedoch von beiden Unternehmen nicht vor.

ICQ - Firmen-Info: AOL
Von Ingo Walters, aktualisiert am: 2010-04-06T20:44:51+02:00
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Kommentare

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Grumpster19

Mir doch egal. Ich chatte über Facebook.

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