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All-in-Wonder 128

ATI-Karte mit TV-Tuner

Der OEM-Marktführer ATI bringt mit der All in Wonder 128 das Nachfolgemodell der All in Wonder Pro auf dem Markt. Eingesetzt wird vorerst der gleiche TV-Tuner von Philips, der über Teletext und Video-Capture verfügt.
ati logo

Gleich geblieben ist auch der Videochip Brooktree Bt 829, für dem seit kurzem spezielle Software zum digitalen Zeilentauschen erhältlich ist. Videoinformationen können damit de- und enkodiert werden.

Die wesentlichen Unterschiede liegen im bedeutend leistungsfähigeren Grafikchip Rage 128 und einem Grafikspeicher von 16 MByte oder alternativ 32 MByte. ATI reiht sich mit dieser Hardware in puncto Performance wieder bei den Key Playern ein. Der 3D-Winbench-Test bescheinigt der All in Wonder 128 ein Gesamtresultat von 553 Punkten. Im Incoming-Benchmark kommt das Board auf 33,1 Frames pro Sekunde. Damit liegt das Board bei Direct-3D-Spielen leicht hinter dem Riva TNT. Bei Glide-Spielen sieht die Situation anders aus: 39,6 Frames pro Sekunde bei der Quake-II-Demo sind circa 10 Prozent Vorsprung gegenüber dem TNT-Chip. Ein ernst zu nehmendes Performance-Tool ist die Datei Atipquaa.exe, die dem Treiberpaket beiliegt. Durch die Abschaltung des V-Syncs können unter Direct 3D weitere 23 Prozent Performance herausgeholt werden – und dies ohne den sonst üblichen Qualitätsverlusten. Bei Glide-Spielen ist mit dem Utility nur eine Steigerung um ein Frame zu messen.

ATI ermöglicht uns eine Sneak Preview für die zweite Modellvariante, die mit einem verbesserten TV-Tuner aus dem Hause Temic ausgestattet ist. Dieser besitzt nicht nur eine Erweiterung der TV-Standards auf osteuropäische Länder, sondern auch einen Fernsehton in Stereo. Zusätzlich verbaut ATI auf dem Alternativ-Board den Multimedia-Chip Rage Theater (mit S/PDIF-Anschluß), der digitale Sounddaten von DVDs ohne die sonst analoge Zwischenstufe verarbeiten kann.

Testurteil AMD ATi All-in-Wonder 128 Note
Vorbildlich ist die Optimierung für den AMD-K6-2-Prozessor, da auch dessen 3D-Befehle genutzt werden. Darüber hinaus erkennt die Installationsroutine Intel, VIA-, ALI- oder SiS-Chipsätze und kopiert den passenden Patch ins Systemverzeichnis.
Bewertung der Redaktion: 9 von 10 Punkten
Was uns gefällt Was uns nicht gefällt
  • OpenGL-ICD für Windows 95/98 und NT
  • integrierter TV-Tuner
  • automatische Installation von Patches für Intel-, VIA-, ALI- und SiS-Chipsätze
  • gleiche Produktbezeichnung trotz zweier TV-Tuner-Varianten
128 - Firmen-Info: AMD
Von Oliver Schulze, aktualisiert am: 2009-12-14T12:27:10+01:00
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