Vorherige Seite

ATi All in Wonder 128

MPEG-Echtzeit-Encoding

Dem Grafikspezialisten ATI ist es als ersten gelungen, eine Mainstream-3D-Karte mit Chips auszustatten, die das MPEG-Echtzeit-Enoding ausführen.
ati logo

Das Aufzeichnen von Videos am PC steckt immer noch in den Kinderschuhen. Bei voller PAL-Auflösung entstehen unkomprimiert Datenströme von 30 MByte pro Sekunde. Für Festplatten ergeben sich dadurch zwei Probleme. Zum einen muß das Interface diese Übertragungsraten gewährleisten, zum anderen ist die Kapazität einfach zu gering. Eine 9-GByte-Platte wäre mit einem 5-Minuten-Video schon voll. Als Mittel zur Reduzierung der Datenmenge bedient man sich heute mit dem Kompressionsverfahren MPEG. So können mit entsprechenden Programmen wie der Ligos LSX oder der Xing MPEG Encoder die Datenmenge mit dem Verhältnis 35:1 komprimiert werden.

Für externen Datenquellen wie einer Digitalkamera oder kurze Videoclips von CD ist das Software-Encoding ein preisgünstiges Verfahren. Etwas Geduld muß man schon mitbringen, denn die Zeit für eine Software-Komprimierung beträgt circa das zwei- bis dreifache der eigentlichen Videolänge.

Beim Mitschneiden von Fernsehsendungen steht man jedoch vor einem Problem. Dafür benötigt der Anwender spezielle Hardware, die das Echtzeit-Encoding ermöglicht. Solche Profisysteme kosten immer noch zwischen 1800 und 5000 Mark.

ATI ist es als ersten Hersteller gelungen, eine Mainstream-3D-Grafikkarte mit solchen Features auszustatten. Die All in Wonder 128 mit Temic-TV-Tuner verfügt über das ATI Multimedia Center, das MPEG-Echtzeitaufnahmen bei 30 Frames pro Sekunde ermöglicht. Zwar wird das Filtering beim Kompressionsvorgang nicht unterstützt, die Qualität der Aufnahme kann sich trotzdem sehen lassen.

Die All in Wonder 128 (Temic) basiert auf dem Rage-128-Grafikprozessor. Ein weiterer Chip, der ATI Rage Theater ist das eigentliche Herzstück für die digitalen Video- und Sounddaten. Dieser ermöglicht auch das eigentliche Echtzeit-Encoding. Der Rage Theater glänzt durch weitere Features wie der Anschlußmöglichkeit für digitalen DVD-Sound per S/PDIF-Eingang.

ATI verlangt für diese Karte circa 399 Mark. Interessenten sollten beachten, daß sie nicht das Modell mit Philips-Tuner erwerben, da es oben genannte Features leider nicht aufweist. Darüber hinaus gibt die letztgenannte Variante den TV-Ton nur in Mono wieder.

Testurteil AMD ATi All-in-Wonder 128
Was uns gefällt Was uns nicht gefällt
128 - Firmen-Info: AMD
Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-12-14T12:22:09+01:00
Vorherige Seite

Kommentare

1 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen
smarty1971

Da werden sich die Aufzeichner aber freuen, wenn sie jetzt ihre TV-Sendungen mitschneiden können.

1 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen

Anzeige