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Weniger Ruckler

Flash Player erhält GPU-Beschleunigung

Hochauflösende Videos auf Youtube & Co. sollen nicht mehr ruckeln. Das war das Hauptproblem des Flash Players von Adobe - trotz seiner plattformübergreifenden Browser-Verbreitung oberhalb der 90-Prozent-Marke.
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Viele Anwender wissen gar nicht, dass sie den Flash Player auf ihrem Rechner installiert haben, denn er fungiert lediglich als so genannte Browser-Erweiterung. Er ist also keine eigenständige Anwendung wie der Windows Media Player oder Apple Quicktime, die auch offline funktionieren. Der Vorteil besteht darin, dass der kostenlose Flash Player für nahezu alle Betriebssysteme erhältlich ist, die bekanntesten davon Windows, Mac OS und Linux. Seinen Siegeszug trat er mit dem Entstehen der vielen Online-Videoplattformen wie Youtube, MyVideo oder Hulu an.

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In den Anfangszeiten gaben sich die meisten Anwender mit Mäusekino-Auflösungen von 425 Pixeln Breite zufrieden, denn die Wiedergabequalität war auf den meisten Computern ausreichend. Doch mittlerweile haben die Videoprovider aufgerüstet. Auch neue Codecs wie H.264 und AAC erlauben es, dass hochauflösende Videos bis 1920 Pixeln Breite (Full HD) einigermaßen bandbreitenschonend übertragen werden können. Jetzt zeigen sich die technischen Probleme. Klassische CPUs sind zum Decodieren weniger geeignet als die Meister ihres Fachs - nämlich Grafikchips. Solche GPUs erledigen diese Aufgaben mit links. Auf dem Markt tummeln sich jedoch deutlich mehr Anbieter von grafikfähigen Chips als dem wohlgeordneten Bereich der x86-CPUs. Adobe hatte sich im Mai 2008 entschlossen, seine Flash-Player-Technologie im Open Screen Project für alle interessierten Entwickler offenzulegen. Das macht Sinn, denn die Chipdesigner kennen ihre Produkte noch am besten und können relativ schnell die Software darauf anpassen -- wenn sie wollen. Neben Nvidia, AMD/ATi und Intel nehmen auch Smartphone-Ausstatter wie Broadcom, Qualcomm, HTC, RIM oder ARM an diesem Konsortium teil.

 

Eine Flash Player 10.1 Prerelease mit der Versionsnummer 10.1.51.45 gibt es ab sofort zum Download. In den Release Notes von Adobe gibt es noch wichtige Informationen, beispielsweise welche Grafikchips von AMD/ATi, Nvidia und Intel unterstützt werden. Übrigens gehört der Smartphone-Chip Broadcom BCM70012 auch dazu. Neben dem Flash-Player muss auch die Grafikkarte mit den passenden Treibern versorgt werden. Dazu benötigt man aktuelle Versionen wie AMD Catalyst ab 9.11, Nvidia GeForce Beta 195.55 oder höher, Nvidia Notebook-Treiber oder die Intel Grafiktreiber Version 15.​16.​2.​1986 bzw. dessen Nachfolger.

Unsere Kollegen bei Anandtech haben bereits mit dem Flash Player 10.1 herumexperimentiert und bemerkenswerte Ergebnisse erzielt, nachzulesen in diesem Testbericht.

 

 

Quelle: Anandtech |  Flash Player - Firmen-Info: Adobe
Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-11-19T18:35:49+01:00
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Kommentare

1 Meinungen im Forum Kommentar hinzufügen
smarty1971

Tja, da könnte man noch viel mehr raus holen für die kleinen mobilen Begleiter, wenn die Chiphersteller mehr Einblicke in ihre Hardware gewähren würden.

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