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Neue 3D-Chipsätze

Heißer Herbst für 3D-Grafik

Durch Savage 3D von S3 und 3DLabs Permedia 3 verringert sich der Vorsprung der Voodoo-Klasse.

3DFX hat gerade noch die Kurve gekriegt. Mit dem Banshee-Chip beweist der Hersteller der legendären Voodoo-Karten, daß er auch im 2D-Bereich innovativ ist und dennoch preisgünstig anbieten kann. Doch tot geglaubte leben länger. Der Konkurrent S3 bringt mit dem Savage 3D ein Chip auf dem Markt, der es in sich hat. Und Permedia 3 von 3DLabs läßt auch nicht mehr lange auf sich warten.

S3 Savage 3D

Der in der 0,25-Mikron-Technologie gefertigte S3-Grafikchip unterstützt 8 MByte SGRAM (64-Bit-Adressierung). Durch den 250-MHz-RAMDAC sind somit Auflösungen bis zu 1600 x 1200 Bildpunkten bei 90 Hz Bildwiederholfrequenz möglich. Preislich gesehen betreibt S3 keine Dumping-Politik wie Intel mit seinem I740. Verlangt werden stolze 35 Dollar bei Stückzahlen von 10.000 – nur vier Dollar weniger als der Voodoo Banshee von 3DFX.

In puncto Hardwareunterstützung hat der auf DirectX 6 optimierte Chip einiges zu bieten. Mit Edge-Anti-Aliasing, Reflection- und Bump-Mapping sowie Texture-Morphing präsentiert sich der Savage 3D als Grafikchip mit modernster 3D-Technik. Die trilineare Texture-Füllrate beträgt 125 MPixels pro Sekunde.

Die Redaktion erhielt von Hercules für den 2D- und 3D-Performance-Test ein Sample der künftigen Terminator Beast (circa 379 Mark in der 8 MByte-Version). 575 Punkte im 3D Winbench zeigen, daß sich die Karte mit Voodoo 2 und Banshee messen kann. Schon mit den Beta-Treibern läßt sich eine sehr gute Implementierung der wichtigsten 3D-Funktionen erkennen.

Permedia 3

Der 270er RAMDAC und maximal 16 MByte adressierbaren Speicher (SDRAM oder SGRAM) sind die primären Unterschiede des Permedia 3 (0,25 Mikron) gegenüber dem Savage 3D. Füllraten, Preis und die wichtigsten Funktionen sind laut Spezifikation identisch. 3D-Performance soll laut Hersteller auf Voodoo-2-Niveau liegen. Die OpenGL-Unterstützung, die schon auf dem Vorgängermodell sehr gut implementiert war, wird auch auf dem P3 zu finden sein. Damit ist der Chip für den professionellen Einsatz und den Spielefreak gleichermaßen gut geeignet.

 

Von Peter Meier, aktualisiert am: 2009-11-25T13:02:04+01:00
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