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Die Krönung des neuen Königs

3dfx Voodoo 3 3000

3Dfx ist endlich die Kombination der 3D-Funktionen des Voodoo 2 mit einem herkömmlichen 2D-Chip gelungen. Die neue Voodoo-3-Serie löst damit endgültig Voodoo-2-Add-On-Karten und den Voodoo Banshee ab.
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Seit der Übernahme von STB läßt der Hersteller, der sich bisher nur auf Grafikchips konzentriert hat, komplette Boards bauen. Berauschend sind die Eckdaten der neuen Chips, denn interne Ramdacs von 300 MHz und mehr wurden bislang von keinem Hersteller eingesetzt. Auch in puncto Taktfrequenzen setzt 3Dfx neue Maßstäbe.

Insgesamt kommen drei Chipvarianten auf den Markt. Der Voodoo 3 2000 (250 Mark), der als Retail-Chip positioniert wird, hat eine Chipfrequenz von 143 MHz. Das Flagschiff Voodoo 3 3500 (circa 450 Mark) läuft sogar mit 183 MHz und besitzt einen 350-MHz-Ramdac.

350-MHz-Ramdac und 166er Clock

Das Labor erreicht der Voodoo 3 3000, der mit 166 MHz Clockspeed angetrieben wird und einen 350-MHz-Ramdac integriert hat. Als Speicher befinden sich 16 MByte SDRAM auf dem Board. Damit sind Auflösungen bis zu 2048 x 1536 Bildpunkten bei einer Refresh-Rate von 75 Hz möglich. Im Preis von circa 370 Mark soll sogar ein TV-Out-Ausgang inbegriffen sein, ein Feature, daß im vorliegenden Prototypen noch nicht vorhanden ist.

Meßwerte (1024 x 768 Punkte bei 85 Hz)
3D Winbench 99 767 Punkte
Incoming-Demo 47,5 Frames pro Sekunde
Quake II Demo 1 73,1 Frames pro Sekunde

Positiv ist, daß sich 3Dfx für eine volle OpenGL-Unterstützung entschieden hat. Um rechtliche Probleme mit Microsoft zu vermeiden – für die Zertifizierung wird die Offenlegung des Quellcodes verlangt – wendet 3Dfx einen Trick an: Der Installable Client Driver (ICD) wird nicht in Microsofts Opengl32.dll eingeklinkt, sondern in die Glide-Schnittstelle.

In den Benchmark-Tests setzt der Voodoo 3 neue Rekorde. 767 Punkte beim 3D Winbench 99 ist ein Ergebnis, daß auf einem Pentium-II/400-System noch nie gemessen worden sind. Auch bei den Spieletests läßt der Chip seine Erzrivalen weit hinter sich. Das Quake-II-Timedemo 1 bewältigt der Chip mit 73,1 fps, beim Incoming-Demo erreicht er 47,5 fps. Im Vergleich zu seinem schärfsten Mitbewerber, dem Riva TNT (90 MHz), entspricht das einem Performance-Vorsprung von circa 15 Prozent bei Direct-3D-Spielen, bei Glide sogar von 100 Prozent (Werte gelten für ein Pentium-II-System). Trotz der Rekordwerte sollten die Ergebnisse kritisch bewertet werden, denn diese entstehen nicht nur aufgrund der besseren Hardware, sondern eher wegen der hohen Taktfrequenz.

 

 

 

Testurteil 3dfx Voodoo 3 3000 Auszeichnung Note
Ohne der hohen Taktfrequenz würde der neue Performance-Sieger Voodoo 3 viel schlechter dastehen, als der Riva TNT. Die Siegerstellung könnte nur von kurzer Dauer sein, da Nvidia auf der Cebit den TNT 2 vorstellt. Dieser läuft gegenüber dem Standard-TNT ebenfalls mit höherer Frequenz. Testsieger
Bewertung der Redaktion: 10 von 10 Punkten
Was uns gefällt Was uns nicht gefällt
  • OpenGL-ICD für Windows 95/98 und NT
  • ungeschlagene Performance
  • TV-Out-Anschluß
  • bei 2048 x 1536 Pixeln noch Refresh-Raten von 75 Hz
  • 3D-Rendering maximal mit 16 Bit
3000 - Firmen-Info: 3dfx
Von Oliver Schulze, aktualisiert am: 2009-12-14T12:20:42+01:00
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